Technik
IR-Lesekopf oder iMSys: warum Messdaten entscheidend sind
23.05.2026
Für EnergySharing müssen Verbrauch und Verkauf nachvollziehbar werden. Das kann über einen IR-Lesekopf unterstützen, wenn der Zähler geeignet ist und die Daten zuverlässig ausgelesen werden können. Für die gesetzlich relevante Abwicklung ist aber entscheidend, welche Messwerte energiewirtschaftlich verwendet werden dürfen. In vielen Fällen wird deshalb ein intelligentes Messsystem, kurz iMSys, oder eine registrierende Leistungsmessung eine wichtige Rolle spielen.
Voltshare plant das Portal so, dass Betreiber und Abnehmer die wichtigsten Informationen sehen können, wenn die technische Grundlage verfügbar ist.
Warum Viertelstundenwerte so wichtig sind
§ 42c EnWG verlangt, dass Strombezug und Erzeugung beziehungsweise gespeicherte Elektrizität mit Zählerstandsgangmessung oder viertelstündlicher registrierender Leistungsmessung erfasst werden. Die Zählerstandsgangmessung ist im Messstellenbetriebsgesetz als Reihe viertelstündlich ermittelter Zählerstände elektrischer Arbeit definiert.
Diese Granularität ist kein Selbstzweck. Sie wird gebraucht, weil Erzeugung und Verbrauch zeitlich zusammengeführt werden müssen. Ein Haushalt kann mittags viel lokalen Strom beziehen und abends Reststrom aus dem Netz benötigen. Ohne zeitnahe Messwerte wäre eine faire Aufteilung kaum seriös möglich.
Was Nutzer davon haben
Anbieter sehen, wie viel Energie verkauft wird. Abnehmer sehen, wie viel lokaler Strom bezogen wurde. Das schafft Vertrauen und macht die Abrechnung nachvollziehbarer. Gleichzeitig bleiben Reststrom, Netzabwicklung und Messstellenbetrieb sauber getrennt von der einfachen Anzeige im Portal.